Welches Multiroom-Konzept passt zu meinen Bedürfnissen und meiner räumlichen Umgebung?

Multiroom Teil3
Welche Investitionen sind notwendig und sinnvoll

fragezeichenDie Kosten setzen sich aus den Gerätekosten, dem Installationsaufwand, den Einrichtungsaufwand und dem klanglichen und funktionalen Anspruch zusammen. Auch hier kann eine Trennlinie zwischen Nachrüstkonzept und Installationskonzept gezogen werden. Wer den Multimedia-Teil der Wohnung, rein als „Einrichtungsgegenstand“ sieht, greift gerne zu All-In-One Produkten die per WiFi miteinander vernetzt werden. Diese bei Mietwohnungen absolut sinnvolle Entscheidung, sieht bei Eigentumswohnungen und Häusern wieder anders aus.

Im Wohneigentum ist z.B. auch die Bereitschaft größer, maßgeschneiderte Möbel einbauen zu lassen. Hier sollte man das Thema Multimedia nicht alleine als Einrichtungsgegenstand sehen, sondern als Teil der technischen Installation, wie z.B. das Licht. Vergleicht man die reinen „Geräte-Kosten“, liegen Nachrüstkonzepte und Installationskonzepte gar nicht weit auseinander. Nachrüstlösungen können sogar teurer sein, wenn sie als Installationskonzept genutzt werden.


Ein Kostenvergleich

Das Wohnzimmer plus 4 weitere Zimmer sollen eine Multiroom-Anlage bekommen. Die Bewohner können unterschiedliche Quellen in den Räumen hören. Die Lautsprecher werden als Einbauversion für die Decke gewählt. Im Wohnzimmer ist ein AV-Receiver mit Heimkinolautsprechern vorhanden.

Nachrüstkonzept

Beispiel SONOS

  • 1x Connect á 399,-
  • 4x Connect AMP á 579,- (2.316,-)
  • 4x Einbaulautsprecher als Paar
    500,- Mindestinvestition pro Raum
  • Summe der Grundkomponenten = 4.715,- EUR
    ohne Installationskosten für z.B. Kabel, Lautsprechereinbau

Vorteile: Die Erweiterung um zusätzliche Streaminglautsprecher wie wie den Play 1/3/5 kann ohne Expertenhilfe erfolgen.

Nachteile: Kein dezidiertes Bedienfeld / Touchscreen vom Hersteller lieferbar. Soll Sonos noch in ein Steuerungssystem / Hausbedienkonzept eingebunden werden, entstehen auch hier zusätzliche Inbetriebnahme Kosten.

Mein Tipp für Sparfüchse
Ein billiges Vergnügen ist das Thema Multiroom nie und wird es nicht werden. Insbesondere bei Expertensystemen wie Control4 u.ä. sind immer Kosten für die Inbetriebnahme zu rechnen. Wer hier sparen möchte, nimmt den Händler in seiner Nähe. Falls etwas getauscht oder erweitert werden soll, sind so Kosten für die Anfahrt geringer.

Beim Volksport „Preisvergleichen“  werden leider oft Äpfel mit Birnen verglichen und wer am Ende eine Banane in der Hand hält ist selber schuld.

Installationskonzept

Beispiel Control4

  • 1x EA3 1.200,-*
  • 1x AMP8 1.850,-*
  • 4x Einbaulautsprecher als Paar
    500,- Mindestinvestition pro Raum
  • Summe der Grundkomponenten = 5.050,- EUR
    *ohne Kosten für Zubehör, Installation und Inbetriebnahme

Vorteile: Diese Beispielsystem ist nicht nur ein Multiroom-System, es ist gleichzeitig ein Bedien- und Steuerungskonzept von Multimedia und Haustechnik. Über systemeigene Touchscreens ,Funkfernbedienungen und Wandtastaturen ist eine zuverlässige Bedienung möglich.

Nachteile: Control4 wird ausschließlich über einen zertifizierten Händler installiert. Das ist übrigens kein Nachteil, da es immer einen kompetenten Ansprechpartner gibt.

* Inbetriebnahme-/ Installationskosten
Hinter den Inbetriebnahmekosten des Control4 Systems liegt auch gleich der entscheidende Vorteil. Control4 ist gleichzeitig das Steuerungssystem, welches ein Bedienkonzept für die vorhandenen Multimediakomponenten darstellt. Aber nicht nur Multimedia, auch Teile der Haustechnik, wie Licht, Heizung, Jalousie und Sicherheit lassen sich integrieren. Diese Kosten lassen sich nie pauschal beziffern, da jede Baustelle ein Unikat mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen darstellt.

Das Thema Nachhaltigkeit / Nachrüst-Fähigkeit

Das einfache Erweitern von Multiroom Komponenten scheint ein wichtiges Kriterium zu sein.

In der Praxis/Realität jedoch, werden Multiroom-Anlagen kaum bzw. nicht in kurzen Abständen ständig erweitert. Das liegt daran, dass bei der Erstausstattung bereits die wichtigen Teile des Wohnumfeldes mit Multiroom-Technik ausgestattet wurden. Der Wunsch nach Erweiterung oder Veränderung findet 5-10 Jahre nach der Erstinbetriebnahme statt. Dies ist oft gekoppelt an den Renovierungszyklen der Räume, die dann meist auch neu möbliert oder anders genutzt werden.

Zu diesem Zeitpunkt ist schön wenn, die Multiroom Anlage auch entsprechend angepasst werden kann. Nach rund 10 Jahren der Erstinstallation sind garantiert neue Produktversionen der eingesetzten Marke vorhanden. Dies ist aber gar nicht so tragisch, wenn bei der Planung des ersten Systems, eine Kommunikations- bzw. Kabelstruktur realisiert wurde, die die einfache Ergänzung und Erneuerung einzelner Multiroom Komponenten zulässt.

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