Integration von Streaming Diensten

Digitale Inhalte im Wandel der Zeit

Video on Demand, Video-Streaming und Audio Streaming sind mittlerweile etablierte Formen des Medienkonsums in Deutschland. Voraussetzung sind neben einem schnellen Internetzugang noch ein entsprechendes Empfangsgerät. Die Inhaltswiedergabe funktioniert am  Computer meistens per Webbrowser. Fürs Smartphone und Tablett sind das dezidierte APPs.

Emfangsgeräte wie TVs, Stereoanlagen und andere Wiedergabegeräte stellen die Streaming-Funktionalität über eine API her – eine vom Streaming-Dienst Anbieter bereitgestellt Programmierschnittstelle für die Kommunikation zwischen Hardware und dem „Streaming-Dienst“.

API-Schnittstellen selber sind jedoch kein Standard untereinander und sie werden vom jeweiligen Streaming-Dienstanbieter zur Verfügung gestellt. Die Verwendung ist meisten nicht frei und muss vom jeweiligen „Empfangsgeräte-Hersteller“ beim Streaming-Anbieter gegen eine Lizenzgebühr vereinbart werden.

Nicht-Kompatibel – ein implementierte Spotify-API lässt auf dem Gerät beispielsweise nicht automatisch die Wiedergabe von Deezer zu. Damit zeigt sich zugleich auch eine Schwachstelle. Eine API und die damit verbundene Hardware erlauben zum Zeitpunkt x die Interoperabilität. Ändert ein Streamingdienst seine Geschäftsbedingungen oder Funktionalitäten die eine neue API mit sich bringt, ist unter Umständen die Verbindung zum Empfangsgerät  nun nicht mehr gegeben. Es sei den der Gerätehersteller bietet ein Update an.

Rechtsstreitigkeiten: In einem aktuellen Fall hat Amazon die Zusammenarbeit mit Youtube eingestellt. Die APP ist vom Fire-TV gelöscht worden. Beim Kauf vom Empfangsgeräten überlesen die Kunden gerne im Kleingedruckten das es keinen Rechtsanspruch den Empfang dritter Inhalte-Anbieter gibt.

Neue Standards – wer ist in der Pflicht?

Der Software-/ Inhalte-Lieferant scheinbar nicht – der Hardware Lieferant aber auch nicht. Dieses Beispiel sieht man zu oft in der Computerbranche, bei der neue Programme bzw. selbst Updates auch bestimme neue Hardware oder ein neues Betriebssystem erfordern. Ein weiteres Beispiel ist auch der Wechsel von Analog-Kabel auf Kabel-Digital oder DVB-T zu DVB-T2. Änderungen die eine Anschaffung von neuer Empfangshardware > Receiver oder TV-Gerät unumgänglich machte. Da die alten Übertragunsgarten schlichtweg abgeschaltet wurden.

Zwar wird die Darstellungsqualität besser und das Service-Angebot vielfältiger – jedoch erzeugen dieses Vorgehen auch eine Menge Elektro-Schrott, der im Grunde gar nicht defekt war.

Doch auch die System-Kompatibilität zwischen verschiedener „Hardwareprodukte“ ist im Wandel der Zeit. Beispielsweise Apple-Lautsprecher / Dockingstationen mit 30-poligen Anschluss der seit dem iPhone 5 obsolet wurde. Eine Separierung der einzelnen Dienste und Geräte scheint zudem ein besser Weg zu sein, da ein All-In-One Gerät plötzlich komplett nutzlos sein kann.

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